Leider hat sich an der Lage zu den Eumex-Treibern nichts verändert, daher noch einmal in aller Deutlichkeit: es ist nicht möglich, die Eumex unter SuSE 7.3 oder neuer zu betreiben (zumindest nicht ohne kompliziertes Downgrade des Kernels). Solange von der Telekom nicht ein aktuellerer Treiber herausgegeben wird, wird diese Situation so bleiben. Daher werde ich in Kürze diese Seite vom Netz nehmen.
Falls ich wider Erwarten doch einen Weg finden sollte, die Eumex auch mit aktuellen Linux-Distributionen zu betreiben, werde ich es an dieser Stelle bekannt geben. Weiter Nachfragen sind daher unnötig! Ich finde es schade, daß die vielen Linux-Nutzer der Eumex so im Stich gelassen werden, die Anzahl der Mails zeigt mir, daß diese Anlage unter Linux-Benutzern doch sehr verbreitet ist, aber da ich auch nicht mehr als den hier angebotenen binary-only Treiber habe, sind meine Möglichkeiten hier leider auch zu Ende.
03.08.2001: schlechte Neuigkeiten
Ich habe Nachricht von der Telekom in bezug auf einer Treiber Version für Kernel 2.4.x. Leider ziemlich ernüchtend:
Date: Fri, 3 Aug 2001 14:11:58 +0200
Nach unseren derzeitigen Informationen wird es fuer die
Eumex 504PC USB bzw. Eumex 404PC keine weiteren Treiber fuer
Linux geben. Sollte es doch noch einen neuen Beta-Treiber
fuer Linux geben, koennen wir Ihnen diesen dann gerne zur
Verfuegung stellen. Eine Aussage, ob und wann dies der Fall
ist, koennen wir leider nicht treffen.
Mit freundlichen Gruessen
Ihre Deutsche Telekom AG
Unter diesen Voraussetzungen werde ich diese Seite nun nicht weiter pflegen. Ich befürchte, daß nun bei mir die Anschaffung einer ISDN-Karte ansteht. :-(
Betrieb unter SuSE 7.2
Folgende Kurzanleitung erhielt ich von Georg Roesler, dem ich für den Hinweis sehr danke:
Lieber Herr Harenberg,
mit Ihrer Anleitung lief der Treiber auch mit Kernel 2.2.19 und SuSE 7.2. Da
sich aber die Lage von setserial geändert hat, muss die Datei eumex.sh in
Zeile 14 von
/sbin/setserial /dev/ttyS1 uart none 2> /dev/null
nach
/bin/setserial /dev/ttyS1 uart none 2> /dev/null
geändert werden.
Danach lief es problemlos.
Die alte Eumex-Seite (mit wvdial) findet man noch hier.
Vorabbemerkung
Der auf dieser Seite enthaltene Treiber ist geistiges Eigentum der Deutschen Telekom und urheberrechtlich geschützt! Weder die Deutsche Telekom AG noch ich leisten Support oder übernehmen irgendeine Gewährleistung. Die Verwendung erfolgt auf eigene Gefahr! Der Treiber ist im Beta-Stadium. Ich verbreite den Treiber auf dieser Webseite mit Genehmigung der Deutschen Telekom, bitte aber darum, den Treiber nicht ohne Zustimmung der Telekom anders weiterzuverbreiten.
Voraussetzungen
Neben der Distribution SuSE Linux 7.1 (bzw. 7.0) benötigt man die Treiber von dieser Seite und natürlich die Eumex 504 (der Treiber funktioniert auch mit der Eumex 404). Weitere Software außerhalb der Distribuion ist nicht nötig. Man sollte das Paket i4l installiert haben. Bei SuSE 7.1 ist der Kernel 2.2.18 zu verwenden, der Treiber läuft nicht unter einem Kernel 2.4.x. Bei SuSE 7.0 funktioniert der Kernel 2.2.16. Während man bei SuSE 7.0 den Standard-Kernel verwenden kann, ist unter SuSE 7.1 das Kompilieren eines eigenen Kernels unbedingt erforderlich! Ich persönlich habe die SuSE 7.1 laufen und kann daher bei Problemen unter SuSE 7.0 evtl. nur bedingt helfen.
Installation des Treibers (ohne i4l) - von den alten Webseiten übernommen
für SuSE 7.0
Zunächst lade man den
tarball eumex.tar.gz mit dem Treiber und
entpacke diesen mit
tar xvzf
eumex.tar.gz.
Man erhält ein Verzeichnis
eumex mit einigen Dateien. Darunter auch der eigentliche Treiber mit
dem Namen eumex.o . Außerdem ist die Dokumentation der Telekom
enthalten, die sich aber auf ältere Versionen bezieht.
Für
die folgenden Arbeiten ist es notwendig, root-Rechte zu
besitzen.
Die Installation des Treibers geschieht nahezu
automatisch mit dem Skript eumex-install, welches man einfach
mit
./eumex-install
startet.
Nach Abfrage des Installationsverzeichnisses sucht das Skript die
anschlossene Eumex-Anlage. Die Fehlermeldung, daß nicht alle
Anlagen gefunden wären (wie viele erwartet man denn von Seiten
der Telekom??) und man manuell installieren solle kann man getrost
ignorieren.
Wenn alles funktioniert hat, befindet sich nun
der eigentliche Treiber sowie ein Startscript mit dem Namen eumex.sh
im Verzeichnis /usr/local/eumex, sofern man kein anderes Verzeichnis
angegeben hat.
Test des Treibers
Startet
man das Startscript nun mit:
/usr/local/eumex/eumex.sh
sollte
die Lampe PC/Daten an der Eumex aufleuchten. Man kann
nun mit einem beliebigen Terminalprogramm (minicom oder seyon)
testen, ob ein Modem emuliert wird. Dazu läßt man dieses
auf /dev/ttyI0 schreiben. Ein ATZ sollte mit OK quittiert werden.
Ist dies der Fall, läuft der Treiber prinzipiell und man kann
die Eumex nahezu wie ein Modem verwenden. Es empfielt sich,
einen Link von /dev/modem nach /dev/ttyI0 anzulegen:
ln
-sf /dev/ttyI0 /dev/modem
für SuSE 7.1
Zunächst
kompiliere man sich einen eigenen Kernel. Eine Anleitung dazu würde
den Rahmen dieser Anleitung sprengen, aber man findet gute Hinweise
im SuSE-Handbuch. Man muß darauf achten, daß
-
der ISDN-Support komplett als Modul kompiliert wird und
- der
Support für das serielle Gerät (serial device
support) auch nur als Modul eingebunden wird.
Die
weiteren Einstellungen hängen vom eigenen PC und von der
vorhandenen Peripherie ab, daher kann ich dafür keine Anleitung
geben. Als Anhaltspunkt hier meine Konfiguration.
Der
Treiber kann wegen der veränderten Lage der Startscripte von
SuSE 7.1 nicht mehr über das Telekom-eigene Script installiert
werden. Um es einfach zu machen:
Laden Sie diese beiden
Dateien
herunter:
eumex71_sysV.tar.gz
eumex71_treiber.tar.gz
Danach
führen Sie als root folgende Befehle aus (die
tar.gz-Dateinamen müssen dabei wirklich auf die Datei zeigen,
also beispielsweise /home/dummy/eumex71_treiber.tar.gz):
cd
/etc/rc.d
tar xvzf eumex71_sysV.tar.gz
cd /usr/local
mkdir
eumex
cd eumex
tar xvzf eumex71_treiber.tar.gz
Nun
kann man den Treiber mit folgendem Befehl starten:
/etc/rc.d/eumex
start
Falls die PC/Daten-Lampe nicht leuchtet,
braucht man an dieser Stelle nicht weiterzumachen, sondern muß
den Fehler suchen, der sich mit Hilfe der Datei /var/log/messages
finden lassen sollte. Meistens paßt die Kernel-Einstellung
nicht.
Konfiguration von i4l
Als nächstes muß man das isdn4linux Paket konfigurieren. Da ich - um bei der Auswahl der Internet-Provider - flexibel bleiben möchte, ziehe ich die Konfiguration über eigene Skripe der Konfiguration über YaST vor. Insbesondere da YaST die Eumex nicht als Hardware erkennt.
Also sollte man über YaST die Dinge wie Nameserver und SMTP-Server konfigurieren, während man die eigentliche Anwahl einem Skript überläßt (das man auch hier runterladen kann) - hier als Beispiel Planet Interkom:
#!/bin/sh
PATH=/sbin:/bin:/usr/sbin:/usr/bin
#
Device hinzufügen
isdnctrl addif ippp0
# ausgehende Nummer
festlegen
isdnctrl addphone ippp0 out 010900191799
# eigene
Nummer ohne Vorwahl (1234567 ersetzen!!!)
isdnctrl eaz ippp0
1234567
# Zeit bis zur automatischen Abwahl
isdnctrl huptimeout
ippp0 60
# Secure-Mode - fuer alle Faelle
isdnctrl secure ippp0
on
# HDLC als Layer 2 Protokoll
isdnctrl l2_prot ippp0 hdlc
#
Transparent Mode
isdnctrl l3_prot ippp0 trans
# syncrones
PPP
isdnctrl encap ippp0 syncppp
# Manuelle Anwalt
festlegen.
isdnctrl dialmode ippp0 manual
# Dem Device eine
IP-Nummer geben
ifconfig ippp0 192.168.0.99
# Route
setzen
route add default ippp0
# und schliessliche den
ippp-Daemon rufen
ipppd /dev/ippp0 \
remotename viag \
name
anonymer \
ipcp-accept-local \
ipcp-accept-remote \
noipdefault
\
-vjccomp \
-ac \
-pc \
-bsdcomp \
-vj \
defaultroute
# Mal ne Sekunde abwarten
sleep 1
# Die Anwahl
ausloesen
isdnctrl dial ippp0
# Zur Sicherheit 4 Sekunden
warten, damit die Verbindung steht.
sleep 4
Damit alles gut geht, muß man die Paßwörter in /etc/ppp/chap-secrets eintragen. Siehe dazu folgendes Beispiel:
#
Secrets for authentication using CHAP
# client server secret IP
addresses
anonymer viag surfer -
# OUTBOUND CONNECTIONS
#
Here you should add your PPP Login and PPP password to connect to
your
# provider via pap. The * means that the entry(login and
passoword may be
# used for ANY host you connect to.
# Thus you
do not have to worry about the foreign machine name. Just
#
replace password with your password.
#hostname *
password
"PAP-login" * "PAP-passwort"
im oberen Teil landen CHAP-Provider wie hier z.B. Planet Interkom mit dem Usernamen "anonymer" und dem Passwort "surfer". Im unteren Teil hingegen PAP-Provider. Welches Authentifizierungs-Verfahren der Provider benutzt sollte dort erfragt werden, meiner Meinung nach ist PAP verbreiteter. Man muß darauf achten, daß der Username und der Server-Name bei CHAP in /etc/ppp/chap-secrets genau mit dem übereinstimmt, was man in den ippp-Befehl einträgt. Bei PAP-Providern sollte bei ippp hinter "remotename" und "name" das gleiche stehen und zwar der Username beim Provider, der dann ebenfalls in /etc/ppp/chap-secrets wieder auftaucht (hier als Beispiel "PAP-login" genannt).
Wenn man nun das Skript statet (vorher die eigene Nummer ändern!), wird Planet Interkom angewählt und man kann ist "drin". Trennen kann man die Verbindung mit folgendem Script (hier runterladen):
#!/bin/sh
/usr/sbin/isdnctrl
hangup ippp0
/sbin/ifconfig ippp0 down
/usr/sbin/isdnctrl delif
ippp0
/usr/bin/killall -9 ipppd
Man kann sich nun das Connect-Script für verschiende Provider einrichten. Fortgeschrittene Benutzer können nun natürlich alles automatisieren: Anwahl, Mails rausschicken, Mails holen und wieder die Verbindung trennen.
Automatische Anwahl
Viele Leute frugen mich nach einer Möglichkeit, eine automatische Einwahl zu realisieren. Dies ist nun relativ einfach: man ändert im Connect-Script die Zeile
isdnctrl dialmode ippp0 manual
in
isdnctrl dialmode ippp0 auto
um und läßt dann die Zeile
isdnctrl dial ippp0
weg. Fertig! Aber Vorsicht: jede Anwendung, die nun eine Verbindung ins Internet haben möchte, öffnet nun eine kostenpflichtige Verbindung. Bitte sich daher bei mir nicht über die hohe Providerrechnung beschweren!
Probleme
Ein Problem ist der Betrieb unter Kernel 2.4.x. Da der Treiber hierzu mindestens neu übersetzt werden müßte, kann man im Moment die Eumex noch nicht mit dem Kernel 2.4.x betreiben. Ich hoffe, daß die Telekom sich noch einmal die Mühe macht, eine neue Version rauszugeben, aber garantieren kann ich das nicht!
Desweiteren gab es zumindest bei der Benutzung des Treibers mit wvdial das Problem, daß eine Verbindung getrennt wurde, wenn ein Anruf während der Surfverbindung reinkam. Ob das Problem weiter besteht, habe ich noch nicht feststellen können.
Ausblick
Es ist möglich, daß AVM mit ihren CAPI-Treibern demnächst externe ISDN-Adapter und vielleicht auch die Eumex unterstützt. Jedenfalls wurde das einem Eumex-Benutzer vom Telekom-Support in Aussicht gestellt. Da kann man nur drauf hoffen! Es würde mich aber wundern, da wie ich mittlerweile erfahren habe, daß die Eumex im Gegensatz zur Teledat USB 2a/b von DeTeWe hergestellt wird.
Schlußbemerkung
Ich möchte nochmals darauf hinweisen, daß die Einrichtung des Treibers mit Hilfe dieser Anleitung auf eigene Gefahr geschieht. Ich und die Deutsche Telekom übernehmen keinerlei Gewährleistung! Der Treiber wird offiziell auch nicht von der Telekom supportet, daher auch bitte nicht den Support mit Anfragen dazu nerven, das führt nur dazu, daß die Telekom in Zukunft evtl. gar keine Treiber für Linux mehr rausgibt. Bei Rückfragen werde ich - sofern es meine Zeit erlaubt - gerne helfen, dazu bitte eine E-Mail an: harenberg@whep.uni-wuppertal.de .
Ich danke Herrn Holger Müller von der Technischen Kundenberatung der Deutschen Telekom für die Erlaubnis, den Treiber zu veröffentlichen.
Und ich danke allen, die mir mit ihren Mails gezeigt habe, daß diese Seite einen Sinn und Zweck hat.
Letzte Änderung: 17.02.2002